Webinar: Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung

Seminarinhalt

Selbstanzeigeberatung und insbesondere deren Abgrenzung zur steuerlichen Korrektur nach § 153 AO sind seit den Reformen des Selbstanzeigerechts in 2011 und 2015 deutlich fehler- und damit haftungsanfälliger geworden. Auch die regelmäßigen Änderungen von Gesetz und Rechtsprechung zum Steuerstrafrecht (z.B. betreffend Verjährung, Konkurrenzen, Kompensationsverbot oder Einziehung) schlagen sich im Recht der Selbstanzeige nieder. Zudem ergeben sich seit der Änderung des Geldwäschestraftatbestands im März 2021 vermehrt geldwäscherechtliche Implikationen bei Abgabe einer Selbstanzeige. Die Veranstaltung stellt das Recht der steuerlichen Nacherklärungen im Gesamtzusammenhang dar und zeigt die wichtigsten Fehlerquellen in der Praxis auf, um dem Berater sichere Leitlinien für steuerliche Berichtigungen an die Hand zu geben.

Selbstanzeige

  • Zweck und Einsatz
  • Selbstanzeige durch wen?
  • Selbstanzeige für welche Delikte?
  • Form der Selbstanzeige
  • Adressat der Selbstanzeige
  • Inhalt der Selbstanzeige
  • Maßstab der Vollständigkeit und häufige Fehlerquellen
  • Strafrechtliche und steuerliche Verjährung als Basis für den erforderlichen Umfang der Nacherklärung
  • Ausnahmen vom Vollständigkeitsgebot
  • Auswirkung der BGH-Rechtsprechung auf das Vollständigkeitsgebot
  • Die Sperrgründe des § 371 Abs. 2 AO
  • Zahlungsfrist und sonstige Rechtsfolgen
  • Das Verfahren der Selbstanzeige "zweiter Klasse“ gem. § 398a AO
  • Nacherklärung bei leichtfertiger Steuerverkürzung

 Berichtigungserklärung nach § 153 AO

  • Anzeige- und Berichtigungspflicht
  • Sicheres Wissen als pflichtauslösender Kenntnisgrad?
  • Maßstab der "unverzüglichen“ Korrektur und Rechtsfolgen von verspäteten Anzeigen
  • Abgrenzung § 153 AO und § 371 AO
  • Neueres Phänomen des Verweises auf § 153 AO im Rahmen von BMF-Schreiben

Referent(en)

Dr. Peter Talaska RA FAfStR
Dr. Peter Talaska RA FAfStR